Frau Holle zaubert uns eine traumhafte Winterlandschaft...

Frau Holle – die Analogien erkennen

Ihr habt sicherlich schon selbst erkannt oder vermutet, dass „Frau Holle“ sehr viel Venus-Energie symbolisiert. Es sind aber auch noch ein paar andere Tierkreis-Energien und Weisheiten dabei. Lasst euch überraschen.

Eine Generation der Weiblichkeit

Als erstes fällt auf das in diesem Märchen kein Mann vorkommt. Es gibt die (Stief-)Mutter welche aber mehr die Schattenseiten des mütterlichen repräsentiert (Mond/Krebs). Dann gibt es die zwei Schwestern, welche völlig unterschiedlich vom Aussehen und auch vom Charakter sind. Das ist Venus/Waage-Energie, denn diese hat ein ausgeprägtes Schön/Hässlich-Empfinden. Und letztendlich die Frau Holle, welche das gute mütterliche (Mond/Krebs) symbolisiert.

Frau Holle repräsentiert deswegen schon das gute mütterliche, weil sie eine angemessene Strenge innehat. Die Arbeit muss im Leben getan werden, dann geht es einem auch sehr gut (positive Saturn/Steinbock-Energie). Es fällt kein böses Wort und sie ernährt die Kinder auch mit guten, selbstgemachten Speisen, denn das Lebensmittelgeschäft um die Ecke mit seiner Tiefkühlkost und Fertigprodukten gibt es nicht.

Das gute Essen kann einmal eher erdbetont und greifbar (Stier/Venus) oder im übertragenen Sinne auf der seelischen Ebene gedeutet werden. Sie nährt auf der Gefühlsebene mit guter mütterlicher „Seelenmilch“ (Mond/Krebs). Im Gegensatz zur Mutter verwöhnt sie nicht, sondern hat eine sanfte Gerechtigkeit, bei der niemand wirklich ernsthaft zu Schaden kommt (Venus/Waage).

In die Tiefe gehen

Nun kommt Pluto/Skorpion-Energie in seiner reinsten Form im Märchen vor. Das Mädchen springt in den Brunnen, d.h. es taucht ab in die Tiefe seiner Seele. In einem Brunnen ist es gewöhnlich dunkel und man kann den Grund des Brunnens nicht erkennen. Man hat keine Ahnung was einen dort im dunklen kalten Wasser erwartet. Wasser symbolisiert immer das Gefühl. Skorpion ist deswegen auch eines der drei Wasserzeichen in der Astrologie.

Typisch für Pluto/Skorpion ist, dass es auch keinen anderen Ausweg mehr gibt. Die Spule ist weg und auch die Stiefmutter, welche die letzte Hoffnung gewesen wäre, ist in diesem Fall keine Hilfe sondern unbarmherzig. Das Mädchen hat keine andere Wahl außer in den Brunnen zu springen um die Spule zu holen.

Wir Menschen sind leider erst dann bereit in die Tiefe zu gehen, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt, wenn alles zum Stillstand kommt und es unerträglich wird. Erst wenn es richtig weh tut sind wir bereit ins Ungewisse zu gehen, etwas zu ändern und uns dadurch zu häuten. Nur dadurch ist Weiterentwicklung möglich und das ist reine positive Pluto/Skorpion-Energie. Diese schmeckt in der Regel nicht und wir versuchen sie zu verdrängen, sie zu ignorieren und auszuschließen.

Das funktioniert aber bei Pluto/Skorpion nicht. Er kommt unaufhaltsam und das ist so sicher wie der Tod im Leben oder das Amen in der Kirche. Wir sind also gut beraten achtsam mit ihm umzugehen, ihn nicht unbedarft herauszufordern (vgl. „Die roten Schuhe – die Botschaft entschlüsseln„, der Schwarzmagier) und ihn bewusst in unser Leben einzuladen. Denn wehren oder ignorieren können wir uns gegen ihn nicht. Und der Tod und die Wandlung gehört eben auch zum Leben, ansonsten würden wir uns nie weiterentwickeln und es würde nichts Neues entstehen.

Pluto/Skorpion-Energie macht immer Angst und es ist ungewiss wie es ausgeht. Wir müssen uns von allen Bekannten und Vertrauten trennen und benötigen die uneingeschränkte Bereitschaft völlig loszulassen. Wir sterben somit einen „kleinen Tod“ und haben vielleicht, wenn wir bereits gelernt haben mit dieser Energie umzugehen, ein Fünkchen Hoffnung wieder wie der Phönix aus der Asche daraus neu zu entstehen.

Meine ehemalige Tiefenpsychologin hat immer salopp gesagt: „Da wo die meiste Angst ist, da geht’s lang“. Und sie hat damit nicht gemeint kopflos, unbedarft oder übermütig zu handeln, sondern schon vom Verstand vorher gut abzuwägen. Heute muss ich sagen sie hat verdammt nochmal recht gehabt, obwohl ich sie damals für diese Aussage regelrecht oft gehasst habe. Aber klar, da hatte ich den ganzen Mist ja noch vor mir. Rückblickend schaut das Ganze immer völlig anders aus und man erkennt die Lebensweisheit. Ohne diese Entwicklung wären wir nicht heute da wo wir sind.

Bilder von reiner Venus-Energie

Jetzt gibt es einige Bilder in der Venus symbolisiert wird. Das erste ist die schöne bunte Blumenwiese auf der das Mädchen wieder aufwacht (Venus in Waage). Die nächsten sind typische Bilder von Venus in Stier, bei denen es um alles Greifbare und Notwendige auf der Erde geht. Das Brot und die Äpfel sind Nahrungsmittel mit denen sorgsam und achtsam umgegangen werden muss. Und das tut unsere „Goldmarie“ im Märchen auch, indem sie das Brot aus dem Ofen holt und die Äpfel vom Baum schüttelt und sorgfältig aufschichtet.

Frau Holle – die Angst überwinden

Nun begegnet das Mädchen Frau Holle und hat erstmal fürchterliche Angst vor ihr, weil sie so große Zähne hat. Eine schattenhafte Venus würde das zunächst als hässlich interpretieren und sich sofort abwenden. Dies ist auch der erste Impuls des Mädchens beim Anblick von der Frau Holle. Der positive Pluto/Skorpion hilft ihr aber dabei hinter das zunächst Offensichtliche (Oberflächliche) und die Fassade zu schauen. Sie ist in gewisser Weise neugierig und möchte das Geheimnis lüften. Nur dadurch entdeckt sie auch die Goldgrube, welche ihr Frau Holle zu bieten hat. Dies ist alles positive Pluto/Skorpion-Energie.

Der Lohn der Arbeit

Das Mädchen arbeitet fleißig bei Frau Holle. Um die Aufgaben zu erledigen hilft ihr die positive Saturn/Steinbock-Energie. Keine andere Tierkreiszeichen-Energie ist in der Lage so gut wie Saturn/Steinbock eine Aufgabe zu erledigen und erfolgreich zum Ziel und zum Abschluss zu bringen. Wenn die Arbeit erledigt ist, ist auch Saturn/Steinbock mit sich und der Welt zufrieden. Und als das Mädchen das Heimweh packt, bekommt sie auch noch einen gebührenden Lohn für ihre ganze Arbeit – den Goldregen.

Wenn man Pluto austricksen will

Geht das nie gut. Die Stiefmutter möchte, dass auch ihre eigene leibliche Tochter den Reichtum erfährt. Sie schickt sie an den Brunnen zum Spinnen. Das Mädchen ist aber verwöhnt und deswegen überhaupt nicht darauf vorbereitet. Sie versucht mit Gewalt das Gleiche zu tun wie ihre Halbschwester. Das entspricht aber überhaupt nicht ihrer Überzeugung und Entwicklungsstand.

Sie ist sie zu faul zu spinnen (wertvolles Lebensgarn zu weben, was eben seine Zeit braucht) sondern sticht sich mit Absicht an der Dornenhecke um möglichst schnell zum Ziel zu kommen. Sie macht einfach das Ganze nur irgendwie nach ohne davon überzeugt zu sein oder dahinter zu stehen. Das Ganze ist in keinster Weise authentisch. Dieses Stechen ist ein giftiger Skorpion-Stachel, der nichts Positives zur Folge hat.

Sie hat weder Angst in den Brunnen zu springen noch vor der Frau Holle. Das Mädchen macht alles berechnend. Sie wandelt sich nicht, sondern versucht einfach nur alles nachzumachen um möglichst schnell das Ziel des Goldregens zu erreichen. Leider funktioniert das weder im Märchen noch im richtigen Leben. Und so wird sie mit Pech überschüttet – dem gerechten Lohn ihrer Arbeit, was wieder Venus/Waage repräsentiert.

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